Der Laden läuft

Das soziale Kaufhaus Moringens / Geschäft der Moringer Flüchtlingshilfe

Von Stefan Hartmann (Quelle: Hallo Northeim)

MORINGEN – Im Ladengeschäft der Moringer Flüchtlingshilfe gibt es, auch wenn die große Flüchtlingswelle vorbei ist, nach zwei Jahren immer noch viel zu tun.

„Unsere Kundschaft hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt“, erklärt der Kassenwart des Vereins, Wolfgang Bertram. Während zu Beginn noch gut 60 Prozent der Kunden einen Fluchthintergrund hatten, sei diese Zahl derzeit auf circa 20 Prozent gesunken. Auch wenn das Geschäft von der Moringer Flüchtlingshilfe betrieben werde, sei das Angebot jedoch nicht nur für Migranten gedacht. „Wir bieten günstige Kleidung, Haushaltsgegenstände und vieles weiteres für jeden an, der dafür Bedarf hat“, erläutert er weiter, dass man sich nicht als „Flüchtlingsladen“, sondern als soziales Kaufhaus betrachte. Nicht nur die Kundschaft, auch das Angebot habe sich gewandelt. Während früher noch häufiger Möbel angeboten werden konnten, sei der Anteil daran immer weiter zurückgegangen. Zwar gebe es vereinzelt, gerade nach Haushalts- und Geschäftsauflösungen auch Schränke, Tische, Stühle und vieles mehr im Geschäft zu begutachten, jedoch werden diese häufig direkt weitervermittelt. „Uns fehlt einfach der Platz, um mehrere Sitzgruppen und Kleiderschränke aus – zustellen“, gibt Bertram zu bedenken. Im Geschäft kann nicht nur günstig eingekauft werden, die Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder stehen auch gerne für ein persönliches Gespräch bereit, um bei Problemen zu helfen. „Die Integration in Moringen funktioniert“, freut sich Bürgermeisterin und stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Heike Müller-Otte. Dass viele Menschen mit Migrationshintergrund, die den Laden besuchen, schon länger in der Region wohnen und nur noch wenige Flüchtlinge nachkommen, zeige sich in der täglichen Arbeit. Zum Beispiel haben die Kosten, die für Dolmetscher aufgewendet werden müssen, 2017 noch gut 2.000 Euro betragen. Im laufenden Jahr wurden bisher nur circa 200 Euro ausgegeben. „Die Geflüchteten lernen Deutsch und nehmen am gesellschaftlichen Leben teil“, erklärt auch Vorsitzender Wilhelm Deneke. Aufgrund von Server – problemen ist es momentan besser bei Fragen direkt im Laden zu den Öffnungszeiten montags und mittwochs, von 16.30 bis 18 Uhr oder sonnabends von 11 bis 12.30 Uhr vorbeizuschauen. Voraussichtlich ab Anfang November wird die Homepage aktualisiert und ein E-Mail-Kontakt wieder ermöglicht.

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